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Dynamisches Wachstum im russischen Süßwarenmarkt

ISM Cologne 2013

Dynamisches Wachstum im russischen Süßwarenmarkt
ISM 2013: Russland ist Partnerland


Das Partnerland der 43. Internationalen Süßwarenmesse (ISM) ist Russland. Einen Überblick über den Süßwarenmarkt im größten Land der Welt vermittelt die vom Branchenverband Sweets Global Network e. V. München und Nielsen vorgelegte Analyse. Danach schlug der Süßwarenmarkt in Russland 2012 ein dynamisches Wachstumstempo an. Davon profitierten in den Städten vor allem die Verbraucher- und Supermärkte mit kräftigen Zuwachsraten. Aber auch der traditionelle Handel hat noch eine starke Bedeutung für den Süßwarenvertrieb.

Die russischen Konsumenten lieben vor allem Schokoladenwaren. Diese landen - wie in Deutschland - mit Abstand am häufigsten im Einkaufskorb. Eine Analyse der Süßwarenmarktentwicklung in städtischen Regionen (alle Städte ab 10.000 Einwohner, dies entspricht ca. 100 Mio. Einwohnern bzw. 70 % der russischen Bevölkerung) zeigt, dass russische Verbraucher pro Kopf in den letzten zwölf Monaten (Zeitraum: Oktober 2011 bis September 2012) 11,7 Kilogramm Süßwaren verzehrt und dafür im Schnitt umgerechnet 88 Euro ausgegeben haben. Alle Zahlen stammen vom Marktforschungsinstitut Nielsen.

Der Anteil von Schokoladenwaren am Pro-Kopf-Verbrauch betrug dabei allein 5,3 Kilogramm im Wert von 45 Euro. An zweiter Stelle in der Beliebtheitsskala stehen Salzige Snacks vor Zuckerwaren und Süßgebäck. Insgesamt summierten sich die Umsätze in den vier Hauptkategorien im abgelaufenen Jahr auf 8,8 Mrd. Euro und stiegen damit im Vorjahresvergleich deutlich um über eine Milliarde Euro beziehungsweise um 14,4 Prozent. Dabei ist natürlich das im Jahresverlauf deutlich gestiegene Preisniveau (+6,7%) in Russland zu beachten. Dennoch bleibt unterm Strich auch eine kräftige Konsumsteigerung erkennbar: Die Tonnage stieg über alle Segmente um gut sieben Prozent - Werte, von denen gesättigte Märkte in Westeuropa weit entfernt sind.

Während hierzulande jedoch vor allem die filialisierten Lebensmittelbetriebe, allen voran die Discounter und Verbrauchermärkte, das Süßwarengeschäft beherrschen, werden in den russischen Städten nur 60 Prozent des Volumens über den modernen Handel verkauft. 40 Prozent ihrer Süßwaren kaufen russische Verbraucher im traditionellen Handel, also in kleinen Lebensmittelgeschäften (28,5%), Basaren/Wochenmärkten (8,0%) sowie Kiosken. Je nach Warengruppe ist die Bedeutung des traditionellen Handels teilweise sogar noch erheblich höher. Allerdings nimmt die Bedeutung moderner SB-Vertriebsformen auch in Russland deutlich zu: Die Absatzmenge legt hier mit zweistelligem Plus (+11,5%) wesentlich schneller zu als im traditionellen Handel (+1,2%), der damit an Bedeutung verliert. Zu den größten Verlierern der Strukturveränderungen im Einzelhandel zählen die Basare/Wochenmärkte.

Schokoladenverkäufe in Russland stiegen um 15 Prozent
Der Schokoladenmarkt bewegte sich im Jahresvergleich per September 2012 mit einem Volumen von 4,5 Mrd. Euro um knapp 15 Prozent über Vorjahresniveau. Getrieben wurde die Entwicklung vom wichtigsten Segment Pralinen - es steht allein für mehr als die Hälfte des Schokoladenwarenumsatzes. Vor allem lose Ware erfreut sich in Russland großer Beliebtheit. Sowohl verpackte als auch lose Pralinen entwickelten sich allerdings im Vergleich zum Schokoladenmarkt leicht unterdurchschnittlich. Dagegen gab es bei Tafelschokolade zweistellige Zuwächse bei Umsatz und Absatz. Als zweitwichtigstes Segment steuerte die Tafelschokolade 1,2 Mrd. Euro zum Schokoladenwarenumsatz bei. An dritter Stelle in der Umsatzbedeutung stehen die Riegel; auch sie erwiesen sich mit überproportionalen Wachstumsraten als Treiber der positiven Entwicklung.

Salzige Snacks mit einigen Besonderheiten
Eine sehr gute Performance zeigten auch die Salzigen Snacks, die noch vor den Zuckerwaren rangieren. Bei einem Gesamtumsatz von 1,7 Mrd. Euro lagen die zweistelligen Zuwachsraten vor allem im Absatz deutlich über dem Gesamtmarktwachstum. Wie beispielsweise im deutschen, französischen oder spanischen Markt, so führen auch in Russland die Kartoffelchips die Kategorie an. Sie erwiesen sich dank starker Preissteigerungen von gut zehn Prozent als starker Umsatztreiber, stützten aber auch die positive Mengenentwicklung mit einem Plus von gut sieben Prozent. Zu den Besonderheiten des russischen Snackmarktes zählen die getrockneten Fischsnacks: Sie rangieren unter den Salzigen Snacks an zweiter Stelle - zeigten im abgelaufenen Jahr allerdings als einziges Segment eine negative Entwicklung.

Ebenfalls ein Spezifikum des russischen Süßwarenmarktes sind Crouton Snacks. Sie rangieren auf Platz drei der meist konsumierten Salzigen Snacks (noch vor gesalzenen Nüssen) und trieben die Gesamtkategorie mit außerordentlich dynamischen Zuwächsen (Absatzplus 19%, Umsatzzuwachs über 25 %) voran. Darüber hinaus gewinnen derzeit bei uns besser bekannte Segmente wie Salzstangen, Salzgebäck und Tortilla Chips schnell an Bedeutung hinzu - vorerst allerdings auf noch kleinem Niveau.

Zuckerwaren: Kaubonbons und Bonbons mit weichem Kern sind beliebt
Während in Deutschland Frucht-/Weingummi/Schaumzucker/Lakritz die Hitliste der Zuckerwaren anführen, sind die Top-Favoriten der russischen Verbraucher Kaubonbons und Bonbons mit weichem Kern. Der Zuckerwarenmarkt erreichte mit einem Mengenplus von knapp sechs Prozent und einem Umsatzplus von rund 14 Prozent (ohne Kaugummi) ein Volumen von 830 Mio. Euro. Sehr bedeutend ist in Russland das Segment Kaugummi mit einem Umsatzvolumen von 705 Mio. Euro. Die Entwicklung hier blieb in den vergangenen zwölf Monaten zwar im Plus, aber vor allem im Absatz deutlich unterproportional hinter den übrigen Zuckerwaren zurück.

Feine Backwaren - auch als lose Ware erhältlich
Wie im deutschen Markt, so spielt Süßgebäck auch im Süßwarenkonsum russischer Verbraucher keine herausragende Rolle - erheblich bedeutender ist die Kategorie zum Beispiel in südeuropäischen Ländern. In Russland steht sie mit einer Milliarde Euro für gut zwölf Prozent des Süßwarenumsatzes. Auch hier gibt es eine Besonderheit: Knapp 40 Prozent des Süßgebäck-Umsatzes werden in Russland als lose Ware verkauft. Die Ursache dafür dürfte neben dem Vertriebsschwerpunkt traditioneller Handel in einem deutlich niedrigeren Kilopreis zu suchen sein: Lose Ware ist mit 2,38 Euro/kg wesentlich preiswerter als abgepackte Ware mit 3,52 Euro/kg. Dennoch zeigt - parallel zur wachsenden Bedeutung SB-orientierter moderner Handelsformate - die abgepackte Ware ein stärkeres Wachstum (Menge +7,8 %, bei loser Ware +3,8%). Zudem fielen auch die Preiserhöhungen bei verpacktem Süßgebäck moderater aus als bei der losen Ware.

Zusammenfassend ist die Entwicklung des russischen Süßwarenmarktes im letzten Jahr über alle Segmente sowohl in Menge als auch Wert deutlich positiver verlaufen als in den großen westeuropäischen Ländern und bietet noch weiteres Potential.

Quelle: Sweets Global Network e.V., München
Nielsen, Frankfurt